Aggressive Hunde: Die wichtigsten Tipps zur effektiven Hundeabwehr

Hunde spielen eine selbstverständliche Rolle im Alltag des Menschen. Die meisten Menschen mögen Hunde, sowohl in den Städten als auch auf dem Land gibt es unzählige Hundehalter und nicht wenige Hundehalter bezeichnen ihren Hund sogar als besten Freund oder Familienmitglied. Da ist es unumgänglich, dass wir im Alltag regelmäßig verschiedenen Hunden begegnen. Die meisten Begegnungen sind positiv – die fremden Hunde laufen einfach an uns vorbei, ohne Notiz von uns zu nehmen, oder sie schnuppern im Vorbeigehen kurz an unseren Beinen. Aber es kann auch vorkommen, dass wir einem aggressiven Hund begegnen, der uns bedroht oder vielleicht sogar Anstalten macht, uns aktiv anzugreifen. Jetzt ist es wichtig, vorbereitet zu sein: Sie sollten die wichtigsten Fakten über aggressive Hunde kennen, die Körpersprache des Hundes interpretieren können und wissen, wie Sie sich im Ernstfall effektiv gegen aggressive Hunde verteidigen können.

Woran erkenne ich aggressive Hunde?

Die gute Nachricht vorneweg: Aggressive Hunde kommen äußerst selten vor. Es sind zwar nicht alle Hunde, die Ihnen auf der Straße begegnen, vorbildlich erzogen, aber die wenigsten Hundehalter sehen tatenlos zu, wie ihr Hund beißt. Wahrscheinlich begegnen Ihnen jeden Tag mehrere Dutzend Hunde, ohne dass Sie Angst vor einem aggressiven Hund haben müssen. Dennoch ist es wichtig, das Verhalten aggressiver Hunde nicht fehlzuinterpretieren, sodass Sie sich im Ernstfall entsprechend verhalten können. Achten Sie auf folgende Aspekte der Körpersprache vom Hund, um einen aggressiven Hund zu erkennen:

• Der Hund erstarrt, sein Körper wirkt angespannt und er bewegt sich kaum oder gar nicht.

• Der Hund reißt seine Augen weit auf und spannt dabei sein ganzes Gesicht an.

• Er bewegt sich nicht zur Seite (Seitenbewegung deutet eher auf defensives Verhalten hin als auf einen aggressiven Hund).

• Die Rute des Hundes steht nach oben.

• Der Hund knurrt.

• Der Hund versucht, nach Ihnen zu schnappen.

Diese Körpersprache und Verhaltensweisen deuten darauf hin, dass der Hund aggressiv ist und sich verteidigen oder Sie angreifen möchte. Andere Verhaltensweisen, wie zurückgelegte Ohren, Weggehen oder zur Seite ausweichen, eine tiefe Körperhaltung bis hin zur Liegeposition und eine zwischen die Beine geklemmte Rute deuten eher auf defensives Verhalten hin – der Hund fühlt sich bedroht und versucht, aus der Situationen zu flüchten, anstatt sich aktiv zu wehren. Aber Vorsicht: Aus diesem defensiven Verhalten kann schnell ein Angriff werden, wenn der Hund sich weiterhin bedroht fühlt und keinen anderen Ausweg mehr sieht, als in die Abwehr zu gehen.

Wie verhalte ich mich aggressiven Hunden gegenüber? Die richtige Hundeabwehr

Wenn Sie sich plötzlich einem aggressiven Hund gegenübersehen, der Sie mit starren Augen fixiert und Sie anknurrt, dann können Sie die Situation mit bestimmten Verhaltensweisen entschärfen. Das oberste Ziel ist es, nicht noch bedrohlicher auf den aggressiven Hund zu wirken, aber andererseits auch nicht wie Beute, die seinen Jagdinstinkt triggert. Versuchen Sie, sich an folgende Verhaltensweisen zu halten, wenn Sie einem aggressiven Hund begegnen:

Laufen Sie nicht schnell weg, damit der Hund Sie nicht für Beute hält.

• Versuchen Sie, Ihre Angst nicht durch eine hohe, piepsige Stimme und hysterisches Schreien zu zeigen, auch das könnte den aggressiven Hund an Beute erinnern.

• Leichter gesagt als getan: Versuchen Sie, ruhig zu bleiben und sich nicht von Ihrer Angst übermannen zu lassen. Selbst, wenn Sie nicht weglaufen oder laut schreien riecht der aggressive Hund die Angsthormone, die Ihr Körper ausschüttet.

• Schauen Sie dem Hund nicht in die Augen, das würde er als bedrohliches Verhalten eines Feindes interpretieren. Schauen Sie stattdessen etwas seitlich am Hund vorbei oder über ihn hinweg.

• Drehen Sie sich so, dass Sie seitwärts zum Hund stehen. So haben Sie Ihn noch im Blick, ohne ihm in die Augen zu blicken, und können die empfindlichsten Stellen Ihres Körpers besser schützen.

• Rufen Sie – mit fester, tiefer Stimme – nach Hilfe oder versuchen Sie, dem Hund Befehle zu geben, zum Beispiel „Geh nach Hause“.

• Schauen Sie sich um – gibt es in Ihrer Nähe eine Erhöhung, auf die Sie steigen könnten, oder einen anderen geschützten Raum? Wenn Sie etwas höher stehen als der Hund, sind Sie besser vor einem möglichen Hundebiss geschützt

Pfefferspray: Ein effektives Mittel zur Hundeabwehr

Ein Horrorszenario: Sie begegnen einem aggressiven Hund und es bleibt nicht beim Knurren, sondern der Hund schnappt nach Ihnen. Jetzt müssen Sie sich verteidigen, und zwar ohne Rücksicht auf Verluste. Ein Hundebiss kann im schlimmsten Falle tödlich enden, also scheuen Sie sich nicht, den Hund zu verletzen, wenn es nicht anders geht. Falls Sie einen Regenschirm oder einen Stock griffbereit haben, können Sie versuchen, den Hund damit von Ihrem Körper fernzuhalten. Außerdem bietet es sich an, einen Hundebiss abzuwehren, indem Sie versuchen, den Hund in eine Art Schwitzkasten zu nehmen, also Ihre Arme möglichst fest um seinen Körper zu schließen.

Je nachdem, wie groß der aggressive Hund ist, sind solche Formen der Selbstverteidigung gegen Hunde natürlich kaum umzusetzen. Deshalb ist es so wichtig, immer ein Pfefferspray griffbereit in der Jackentasche zu haben! Sprühen Sie dem aggressiven Hund Ihr Pfefferspray ins Gesicht und Sie können sicher sein, dass er für einige Minuten völlig außer Gefecht gesetzt sein wird. So können Sie flüchten, ohne seinen Jagdinstinkt zu triggern und sind sicher vor einem gefährlichen Hundebiss. Genau wie beim Einsatz von Pfefferspray gegenüber bedrohlichen Menschen gilt auch bei aggressiven Hunden: Der Einsatz von Pfefferspray ist völlig legal, wenn es sich um Notwehr handelt. Ihre Sicherheit steht an erster Stelle.